Wo spielen Werte in der Führungspraxis eine Rolle? – die Einstiegsfrage zum Workshop über werteorientierte Führung. Eine Antwort ließ aufhorchen: Die Werte bei uns im Unternehmen haben sich gewandelt. Es ist nicht mehr so familiär, es ist in den letzten Jahren anonymer geworden, weniger Vertrauen, mehr Verfahren und Prozesse. Eine verhalten pessimistische Stimmung zu Beginn.

Nach der Mittagspause gehen wir deswegen dem betrieblichen Wertewandel auf die Spur. Eine Gruppe zeichnet die Lebenslinie des Unternehmens von 2000 bis heute, markiert entscheidende Veränderungen mit Karten: der Investor am Anfang des Jahrtausends, dann der neue Eigentümer, familiengeprägt.

Das Werk in Asien, die Niederlassung in den USA. Wachstumskurs und Mitarbeiterzuwachs. KVP und Lean Management werden eingeführt. Die Personalentwicklung professionalisiert sich.

Eine zweite Gruppe schaut auf Werte und Haltungen. Was weniger geworden ist – wie erwähnt: Nähe und Vertrautheit. Aber auch, was gewachsen ist: Entwicklungsmöglichkeiten. Klare und transparente Strukturen und Prozesse, weniger Vitamin B, weniger Management auf Zuruf. Eine kollegiale Führungskultur mit professioneller Unterstützung. Weniger Befehl und Gehorsam. Berechenbarkeit und Stabilität durch den Eigentümer.

Der Pessimist vom Anfang ist selbst überrascht: So positiv hätte ich das vorher nicht gesehen.

Über die Jahre gleich geblieben, sagt ein erfahrener Teilnehmer augenzwinkernd, sei das Jammern auf hohem Niveau. Lachen – und gelöste Stimmung. Der Blick auf die Werte des Unternehmens sei ein Highlight im Workshop gewesen, heißt es am Schluss.

Andreas Grabenstein

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