Führungsgefühle

Wie sollen Führungskräfte mit negativen Emotionen umgehen, mit Ärger, Wut oder Zorn? Das wurde im Beirat des Instituts persönlichkeit+ethik intensiv diskutiert.

Eine erste Position: Führungskräfte sollten negative Gefühle nicht zulassen und nicht zeigen. Führungskräfte stehen für eine positive Stimmung im Team, sollten sich auf Freude, Leidenschaft, Wertschätzung fokussieren: „Wenn ich mich ärgere oder wütend werde, dann gehe ich raus, mache Sport. Bewegung und Abstand helfen“.

Wenn die negativen Gefühle mitten im Meeting das Ruder übernehmen, der Ärger hochsteigt?

Aber wenn – zweitens – die negativen Gefühle mitten im Meeting das Ruder übernehmen, der Ärger hochsteigt? „Bevor ich handlungsunfähig wurde, habe ich gesagt, wie es mir gerade geht: Leute, Ich ärgere mich sehr über diesen Punkt, ich bin gerade nicht in der Lage, mich dazu konstruktiv zu äußern“. Das war eine starke Intervention – und das ist gewaltfreie Kommunikation: Gefühle klar benennen, sie aber nicht ausagieren.

Die negativen Gefühle – ein dritter Zugang –, können auch positive Seiten haben. Es ist sehr kraftvoll, wenn jemand Ärger und Zorn, in eine angemessene Form bringt, um für Aufmerksamkeit zu sorgen oder Grenzen zu setzen: „Kommen Sie jetzt mit ihrer Aufmerksamkeit zurück ins Plenum!“ Oder: „Stop. Das haben wir gestern entschieden, das diskutieren wir jetzt nicht mehr!“ Hier geht es um klare Ansagen – und dazu, so die Diskussion, braucht es die positive Qualität von Ärger oder Zorn.

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Beim Abend mit Klaas Huizing, Professor für systematische Theologie in Würzburg, ging es schließlich um die Ethik der Gefühle. Sein Ausgangspunkt ist die Scham: Wenn sich jemand schämt, wenn ihre oder seine Reputation gefährdet ist, kann dies entweder zu Verhärtung und Gewalt führen, oder zu tiefgreifender Verhaltensänderung, zu einer ethischen Neuausrichtung: „Das soll mir nie mehr passieren“. Was kann dabei unterstützen, damit Scham positiv ausgeht und Menschen sich ändern?

Im Beirat von p+e kommen regelmäßig kluge Köpfe aus Kirche und Wissenschaft, Unternehmen und Organisationen zusammen, mit denen zu diskutieren Spaß macht und weiterbringt: Herzlichen Dank für gute gemeinsame Tage in Weigelshofen!

Klaas Huizing: Scham und Ehre

Gasthof Pfister, Weigelshofen

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